Indexierung bedeutet, dass eine Suchmaschine eine Seite in ihren Datenbestand aufnimmt und sie damit überhaupt erst in den Suchergebnissen erscheinen kann. Ohne Indexierung ist eine Seite über die Suche nicht auffindbar, auch wenn sie online erreichbar ist.
Der Weg einer Seite in die Suchergebnisse hat drei Stufen. Zuerst muss die Suchmaschine von ihr erfahren, meist über einen Link oder die Sitemap. Dann ruft ein Crawler die Seite ab und liest ihren Inhalt. Erst danach entscheidet die Suchmaschine, ob sie die Seite in ihren Index aufnimmt. Diese dritte Stufe ist die Indexierung, und sie ist keine Selbstverständlichkeit: Gecrawlt zu werden heißt nicht, indexiert zu werden.
Google trifft diese Entscheidung nach Qualität und Nutzen. Seiten, die nahezu identisch mit anderen sind, sehr wenig eigenen Inhalt tragen oder erkennbar nur aus technischen Gründen existieren, bleiben häufig außen vor. In der Search Console erscheinen sie dann unter Meldungen wie „Gefunden, zurzeit nicht indexiert“. Das ist kein technischer Defekt, sondern ein inhaltliches Urteil, und es lässt sich in aller Regel auch nur inhaltlich beantworten.
Steuern lässt sich die Aufnahme über das Meta-Robots-Tag, eine kurze Anweisung im Kopfbereich der Seite. Steht dort der Wert noindex, bleibt die Seite draußen. Sinnvoll ist das für Danke-Seiten nach einem Formular, für interne Suchergebnisse und für Testbereiche. Nicht dasselbe leistet die robots.txt: Sie steuert das Abrufen, nicht die Aufnahme in den Index. Wie beides zusammenspielt und warum eine Kombination aus beidem sich gegenseitig aufhebt, steht im Eintrag zur robots.txt.
Bevor jemand an Ursachen herumrät, lohnt der Blick in den Indexabdeckungsbericht der Search Console. Er listet auf, welche Adressen aufgenommen wurden und welche nicht, und nennt jeweils den Grund. Erst daraus ergibt sich, ob eine Seite an fehlender Verlinkung scheitert, an einer versehentlichen noindex-Anweisung, an einem Canonical, das auf eine andere Fassung zeigt, oder schlicht an zu dünnem Inhalt.